Rohrkondensations-Rechner
Berechnen Sie die Tauwasserbildung, wenn warme feuchte Luft durch kalte Rohre strömt. Für Belüftungsgebläse in Abwasseranlagen, Druckluftverteilung und Außenkanäle.
Die Ansaugbedingungen bestimmen den Feuchtigkeitsgehalt. Das Gebläse erwärmt die Luft, ändert aber nicht den Feuchtegehalt.
P_atm = 101.3 kPa
Typisch Umgebung + 25-35 °C (Herstellerangabe)
AD 168.3 mm, ID 161.5 mm
So funktioniert dieser Rechner
Tritt warme, feuchte Luft aus einem Gebläse oder Verdichter in eine Leitung mit kalter Umgebung, gibt die Luft Wärme über die Rohrwand ab. Sinkt die Luft unter den Taupunkt, kondensiert Wasserdampf an der Rohrinnenfläche. Dieser Rechner koppelt zwei Analysen, um die Kondensationsrate zu bestimmen:
- Wärmeübertragung — die Lufttemperatur am Austritt wird mit der NTU-Methode (Number of Transfer Units) berechnet. Innen wird Dittus-Boelter für turbulente Strömung (Re > 4000) bzw. Nu = 3,66 für laminare Strömung verwendet. Außen wird die Windgeschwindigkeit berücksichtigt. Bei Auswahl ist der Dämmwiderstand enthalten.
- Psychrometrie — die Buck-Gleichung liefert den Sättigungsdampfdruck von Wasser bei jeder Temperatur. Aus dem Feuchtegehalt (g Wasser je kg trockener Luft) am Ein- und Austritt ergibt sich, wie viel Feuchte kondensiert.
Belüftungsgebläse in Kläranlagen
Kläranlagen verwenden Belüftungsgebläse, um Luft an Diffusoren in den Belebungsbecken zu liefern. Die Gebläse stehen meist im Gebäude, doch die Luftleitungen verlaufen häufig im Freien zu den Becken. In kalten Klimata kann die warme, feuchte Druckluft im Freileitungsabschnitt stark abkühlen, sodass deutliche Tauwassermengen entstehen. Dieses Wasser kann sich an Tiefpunkten ansammeln, Diffusoren verstopfen und Korrosion beschleunigen. Übliche Maßnahmen: Außenleitungen dämmen, Kondensatableiter an Tiefpunkten installieren und Leitungen zu Sammelpunkten gefällig verlegen.
Wann sollte gedämmt werden?
Schon eine moderate Dämmstärke (25-50 mm) reduziert den Wärmeverlust drastisch und kann die Lufttemperatur über dem Taupunkt halten - damit entfällt die Kondensation. Mit diesem Rechner vergleichen Sie blanke und gedämmte Szenarien und finden die nötige Mindeststärke. Für detaillierte Wärmeverlustanalysen siehe unseren Dämmstärke-Rechner. Für Kondensatlasten in Dampfsystemen siehe den Kondensatlast-Rechner. Für die Trocknung industrieller Druckluft (Nachkühler und Trockner) verwenden Sie den Druckluft-Feuchtigkeits-Rechner.
Volumenströme werden in Normkubikmetern pro Stunde (Nm³/h) bei 0 °C und 101,325 kPa angegeben. Wasser- und Dampfeigenschaften in den anderen SimuPipe-Werkzeugen folgen der IAPWS-IF97-Formulierung — siehe unsere Wasserdampftafel. Für die vollständige Simulation von Rohrleitungsnetzen probieren Sie SimuPipe.
Häufig gestellte Fragen
Warum bildet sich Kondensat in Druckluftleitungen?
Wie verhindert eine Rohrdämmung die Kondensation?
Welche NTU-Methode verwendet dieser Rechner?
Wie wirkt sich die Höhenlage auf die Berechnung aus?
Was ist der Unterschied zwischen Druck-Taupunkt und atmosphärischem Taupunkt?
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Simulieren Sie Strömung, Druckverlust und Auslegung Ihres gesamten Rohrleitungssystems.
